Umstieg auf WordPress – Die Installation

Die Installation von WordPress ist relativ simpel und zügig zu erledigen. Der Vorgang wird auf der Internet-Seite des WordPress-Forums ausführlich beschrieben. Deshalb lege ich hier den Schwerpunkt auf die Beschreibung des Umstiegs von einer bestehenden Seite auf WordPress wie ich ihn selber kürzlich durchgeführt habe.

Wichtigste Voraussetzung für den Einsatz von WordPress ist das Hosting des Providers. Der Server muss mindestens zwei Anforderungen erfüllen, damit WordPress überhaupt läuft (Mindestanforderungen!):

  1. Auf dem Server muss eine PHP-Version 4.3 oder höher laufen.
  2. Der Server muss die Möglichkeit bieten MySQL-Datenbanken anzulegen und zwar in der Version 4.1.2 oder höher.
  3. Das Apache modul mod_rewrite ist nach meiner Erfahrung nicht zwingend notwendig.

Es reicht normalerweise, sich als Benutzer beim Provider anzumelden und dort nach Einstellungsmöglichkeiten für MySQL und PHP zu suchen. Existieren beim Anlegen der Datenbank oder in den PHP-Einstellungen Optionen für verschiedene Versionen, empfiehlt es sich auf die empfohlenen höheren Versionen (MySQL 5.0.15 oder höher, PHP 5.2 oder höher) umzuschalten.
Notieren sollte man auch gleich

  • den Benutzernamen beim Provider (meistens der Domain-Name)
  • das Kundenpasswort

Für WordPress muss eine Datenbank verfügbar sein, am besten natürlich eine neue. Für die Installation benötigt man drei Angaben, die man sich notieren sollte:

  1. den Datenbank-Namen (DB-Name)
  2. den Benutzernamen (Username) für die Datenbank
  3. die Adresse des Servers (DB-Host), über den die Datenbank erreichbar ist

Existiert schon eine Datenbank und besteht nicht die Möglichkeit eine neue anzulegen, vergewissert man sich natürlich, ob die vorhandene Datenbank auch leer ist. (Sonst könnte es böse Überraschungen auf der bestehenden Homepage geben.)

Ob eine geeignete PHP-Version auf dem Server läuft, kann man notfalls durch Ausprobieren feststellen.

(Es besteht grundsätzlich auch die Möglichkeit in der Schule einen ständig erreichbaren Computer als Server aufzustellen. Auf diesem läuft ein Apache oder vergleichbarer Webserver und DynDNS (ein kostenloser Internet-Dienst), über den die normalerweise dynamische IP-Adresse einer festen Webadresse (z.B. http://schulname-schulort.dyndns.org) zugewiesen wird. Nun benötigt man nur noch einen Hoster, der die Schuldomain (in der Regel: http://www.schulname-schulort.de) auf diese DynDNS-Adresse umleitet.)

Sind diese Vorarbeiten erledigt, kann WordPress installiert werden. Man lädt das aktuellste zip-Paket aus dem WordPress-Forum herunter, entpackt es und lädt es per FTP in ein Unterverzeichnis (z.B.: http://www.schulname-schulort.de/wordpress) auf den Server hoch.
Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass die WordPress-Installation “hinter” der aktuellen Schulhomepage quasi unsichtbar im Hintergrund laufen kann. So hat man die Möglichkeit, alle Einstellungen, das Design und die Inhalte der bestehenden Version in Ruhe einarbeiten zu können, während die bestehende Homepage noch aktiv bleibt.
Aber Schritt für Schritt: Für das Hochladen müssen natürlich bekannt sein:

  1. Der ftp-Benutzername
  2. Das ftp-Benutzerkennwort und
  3. Die Adresse des ftp-Servers

Normalerweise können FTP-Programme unterscheiden zwischen Textdateien, die im ASCII-Modus und Bildern, die im Binär-Modus auf den Server übertragen werden müssen. Ein Blick in die Einstellungen des FTP-Programms sollte für Klarheit sorgen.
(Eine der wenigen Ursachen für nicht funktionierende Installationen.)

Sind die Dateien auf dem Server, öffnet man am besten dort die Datei wp-config.php und trägt an Stelle der Vorgaben die eigenen Daten ein:

  1. MySQL-Datenbank-Name,
  2. MySQL-Datenbank-Benutzer,
  3. MySQL-Datenbank-Passwort
  4. MySQL-Datenbank-Host

Darunter besteht die Möglichkeit 8 Sicherheits-Schlüssel zu vergeben.

Aufgrund einer Empfehlung im 2. WordPress Magazin (S. 23) des schweizer WordPress Forums, füge ich innerhalb der PHP-Klammer die Zeile define(‘WP_MEMORY_LIMIT’, ’64M’);
ein, um WordPress mehr RAM-Speicher auf dem Server zur Verfügung zu stellen.

Nach dem Speichern der wp-config.php ist alles bereit für den Browser-Aufruf von admin.php im Verzeichnis wp-admin (also in etwa: http://www.schulname-schulort.de/unterverzeichnis/wp-admin/install.php). Hierdurch wird die eigentliche Installations-Routine gestartet.
Wenn alles korrekt eingetragen wurde, öffnet sich das Installations-Fenster, in das ein paar Daten eingetragen werden müssen:

  1. der Titel der Seite
  2. der Name des Administrators
  3. das Benutzerkennwort des Administrators (Empfehlung: mindestens 10 Zeichen lang, bestehend aus Ziffern und Buchstaben!) und
  4. eine (überprüfte) E-Mail-Adresse

Nach dem Bestätigen der Daten wird der Installationsprozess fertig gestellt und die vollständige Installation am Bildschirm gemeldet.

Die WordPress Installation kann nun im Verzeichnis http://www.schulname-schulort.de/unterverzeichnis aufgerufen werden, das Backend ist entsprechend im Unterverzeichnis wp-admin erreichbar.

Nun kann die eigentliche Arbeit beginnen… ;-)

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2 Antworten auf Umstieg auf WordPress – Die Installation

  1. masada sagt:

    Hallo!

    Ich überlege auch unsere Schulwebsite of WP “umzustellen”.
    Dabei möchte ich gerne die Seite mit WP fertigstellen und gleichzeitig die alte Seite noch im Netz lassen. Ist die neue Website fertig, soll sie die alte ersetzen.

    Wie mache ich dies? Zunächst wie im Beispiel: http://www.schulname-schulort.de/wordpress. Aber wie bekomme ich dann WP direkt auf http://www.schulname-schulort.de ?

    mfg
    masada

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